Mein neuer „Spozzfreund“

Durch meinen Kumpel Jan bin ich letzte Woche auf seinen Fahrradcomputer aufmerksam geworden. Der Wahoo Elemnt Roam ist anscheinend das einzige Gerät, das nicht nur Karten auf dem Display anzeigen kann, sondern sogar selbständig navigieren kann.

„Hä?“ Fragt sich da der geneigte Leser. „Aber es gibt doch etliche Radcomputer, auf denen man Karten darstellen kann.“ Ist richtig. Die haben aber normalerweise nicht die Möglichkeit, selbst eine Navigation durchzuführen. Auf anderen Radcomputern lädt man sich quasi das „Kartenmaterial“ nur als riesiges, detailiertes Bild herunter. Entsprechend der GPS-Koordinaten erscheint dann die eigene Position auf dem Bild. Wenn man nun aber von einer selbst erstellen Route abweicht, haben andere Radcomputer nicht die Möglichkeit, eine Alternativroute zu berechnen, da sie die Straßen in ihrem Bildmaterial faktisch nicht als Straßen erkennen. Sie zeigen einem dann höchstens die Himmelsrichtung an, in der man wieder auf seine Route stößt. Anders der Elemnt Roam: sobald ich von meiner geplanten Route abweiche, berechnet das Teil mir einen gut fahrbaren Weg, um wieder auf meine geplante Route zu gelangen.

Bei meiner ersten Ausfahrt heute war das schon mal sehr hilfreich – und entspannend! Meine Tour sollte mich heute mal auf einem neuen Weg zum Maschsee führen. Nach dem Frühstück kurz am Rechner in weniger als 3 Minuten eine Tour mit Komoot zusammen geklöppelt und auf den Roam übertragen. Ging fix und einwandfrei. Bei der Tour konnte ich dann auf einer Karte jederzeit sehen, wann ich wo abbiegen musste.

In Hemmingen gab es dann Probleme: der Radweg an der Hauptstraße war gesperrt. Also musste ich von der geplanten Route abweichen und bin auf Nebenstraßen parallel zur Hauptstraße gefahren. Immer wieder habe ich einen Hinweis bekommen, wie ich wieder auf die Route gelange. Auch in der Leinemasch gab es ein Problem: eine Brücke über die Leine war gesperrt. Also fuhr ich einfach einen anderen Weg und wurde nach nur wenigen Sekunden Berechnung auf einer alternativen Route weiter gelotst. Bin begeistert!

Seine Regentaufe hat der Roam bei seiner Jungfernfahrt dann auch gleich abbekommen. Gut 10 Kilometer vor dem Heimathafen erwischte mich ein Regenschauer, begleitet von unheilvollem Gedonner. Regen hat mir zu dem Zeitpunkt schon nichts mehr ausgemacht, dafür war ich schon ab dem Maschsee etwas nass geworden. Aber vor Gewitter auf offener Fläche habe ich doch einen gewissen Respekt. Also hieß es erst mal eine kleine Pause unter der ICE-Trasse bei den Giftener Teichen machen.

Aber meine Laune konnte ich mit meinem Geheimtipp in Sachen Radler-Proviant schnell wieder heben: ein beherzter Griff in die Prinzenrolle und der Zuckerspiegel war wieder auf Höhe. Die Kekse haben sich echt bewährt: die Schokolade sorgt schnell für Zucker, der Keks füllt zum einen den Magen und sorgt zum anderen dafür, dass auch an den heißesten Tagen des Jahres die geschmolzene Schokolade nicht für eine Riesen-Sauerei sorgt.

Als der Donner verschwunden war, habe ich mich wieder aufs Rad gesetzt – nass war ich ja eh. Kaum zuhause angekommen, hat der Roam meine Tour sofort an Strava und Komoot gesendet. Ich war noch nicht mal richtig im Haus, da hat mir der oben besagte Jan schon einen Like für meine Radtour dagelassen. Und so schließt sich der Kreis dieser kleinen 60-Kilometer-Maschsee-Tour-Geschichte. 😉

P.S.: Bei dem Foto vom Maschsee handelt es sich ausnahmsweise mal um ein Archivbild, da das heute geschossene Foto leider etwas unscharf geworden ist. Aber der graue Himmel sah heute ähnlich aus. 😉

 

 

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