Archiv der Kategorie: Allgemein

Die Bucket List 2020 steht!

Nach halbwegs guter Prognose habe ich nun endlich wieder offene Augen für das, was vor uns liegt: die Zukunft. Gerade existenzielle Ängste sind gut dafür geeignet, den persönlichen Kompass wieder mehr ins Gleichgewicht zu bekommen – so sehr man zuvor auch die Balance verloren hatte. Ich habe jetzt irgendwie die Motivation etwas „besser“ zu machen; an der Situation zu wachsen. Sie zum Anlass zu nehmen, um einiges im Leben zu überdenken oder – wie es neudeutsch heißt – zu optimieren. Die Bucket List 2020 steht! weiterlesen

Ziel erreicht – immerhin!

Ein kleines Lebenszeichen von mir! Was bin ich momentan froh, dass meine Hausärztin und meine Chefin die gleiche Meinung haben: „Wenn es Ihnen in Ihrer momentanen Situation gut tut, auf dem Rad zu sitzen und mal kurz die aktuellen Probleme zu vergessen, dann treten Sie ordentlich in die Pedale!“.

Vor allem meine Hausärztin hat mich darin bestärkt, dass ich für mich selbst momentan das allerwichtigste bin (und auch zu sein habe). Andere würden sich mit einer solchen Diagnose vielleicht unter der Decke verstecken, in der Hoffnung, alles sei nur ein böser Traum oder gehen schon irgendwie vorbei. Ich nicht! Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Situation so gut es geht zu meistern, mich der Krankheit zu stellen und dafür zu sorgen, dass die notwendige Therapie – wie intensiv sie denn auch immer aussehen wird – meinem Körper nichts anhaben kann. Denn dafür halte ich mich fit. Dafür habe ich in den letzten Tagen und Wochen so einiges an Kilometern „geschrubbt“ und habe sogar wieder angefangen, ins Fitness-Studio zu gehen, das ich doch schon so gut verdrängt hatte. Jetzt heißt es eben mal Zähne zusammenbeißen, Arsch hochkriegen und fit halten! Ist ein komisches Gefühl, auf der einen Seite krank geschrieben zu sein (weil ich im Büro nur immer mit solchen Worten wie Harnwegsverletzung oder Riesenzelltumor konfrontiert bin – ja, ich habe es versucht, aber es geht nicht) und auf der anderen Seite in die Pedale zu treten wir ein Derwisch (wobei der sich ja anders dreht…). Aber es tut gut und lenkt mich von den doofen Gedanken ab, die ich dann eben doch nicht ganz verhindern kann.

Und heute war ein großer Tag. Heute habe ich mein Ziel erreicht, in diesem Jahr 5.000 Kilometer mit dem Rad zu fahren. Die heutige Tour war auf 60 Kilometer ausgelegt und führte mich noch einmal an die schönsten Plätze meiner Touren hier im Umkreis. Wobei das gelogen ist: es ist überall schön – man macht es sich nur zu selten bewusst. Und so ließ ich das Jahr noch mal ein wenig Revue passieren. Ich dachte an die Radtour durch das schöne Frankenland oder an die 440 Kilometer, die ich mir im Oktober/November auf Mallorca erstrampelt habe. Selbst auf den letzten Kilometern wurde ich wehmütig, obwohl ich die inzwischen abspule wie ein Schweizer Uhrwerk. Wie so oft führte mich der Rückweg wieder unter der Marienburg entlang. Was habe ich auf diesem Abschnitt nicht schon für viele tolle Touren begonnen? Und wie oft habe ich auf dieser Strecke in mich hinein gestöhnt, weil mir nach 80-Kilometer-Touren spätestens da der Hintern dermaßen weh getan hat.

Aber: es sind tatsächlich 5.000 Kilometer geworden und damit mehr als mit dem Auto in diesem Jahr. Und wenn ich mir dann die Statistik dazu ansehe, bin ich auch ein klein wenig sehr stolz auf mich selbst. Muss man auch mal sein. Über 115.000 Kalorien verbrannt. Alles in allem über 237 Stunden im Sattel gesessen! Das sind fast 10 (zehn!!!) Tage rund um die Uhr. Muss man erst mal schaffen. Habe ich geschafft.

Da werde ich den Rest ja wohl auch noch schaffen!

Lebenszeichen

Schon ein wenig komisch einen Blogbeitrag mit „Lebenszeichen“ zu beginnen, wenn es eigentlich eher um das Gegenteil geht… Vielleicht ist jetzt genau der Punkt gekommen, in dem es in diesem Blog nicht mehr darum geht einfach nur Erlebnisse, Filmkritiken oder Technik-Tipps festzuhalten, sondern es als eine Art Online-Tagebuch zu nutzen. So, wie es vor vielen Jahren (und auf einer ganz anderen Seite) mal angefangen hat. Lebenszeichen weiterlesen

Rom-Tagebuch, Tag 8: Leonardo da Vinci und Satire-Pizza

Ein weiterer unbeplanter Tag lag vor uns. Er begann wie üblich mit einem gemütlichen Frühstück, so dass wir dann passend zur einsetzenden Mittagshitze wieder etwas später auf Exkursion gegangen sind. Der erste Punkt auf unserer Tagesordnung (und eigentlich auch der einzige locker geplante): das Museo Leonardo Da Vinci Experience in der Nähe des Petersplatzes.

Die Anreise war schon deswegen spannend weil natürlich auch heute wieder an jeder Straßenecke Tour-Guides eine Führung durch den Vatikan verkaufen wollten. Ich weiß gar nicht, wie oft wir auf dem Weg von der U-Bahn bis zum Museum ein “Vatican – this way” gehört haben. Rom-Tagebuch, Tag 8: Leonardo da Vinci und Satire-Pizza weiterlesen

Rom-Tagebuch, Tag 7: Boxer, Moneten und leckeres Eis

Den Großteil unseres geplanten “Pflichtprogrammes” hatten wir gestern mit dem Vatikan hinter uns gebracht. Nach drei Tagen mit Terminen (kulinarische Stadtführung, Kolosseum, Vatikan) war es schön, mal wieder einen Tag komplett unverplant anzugehen.

Der Tag begann sehr entspannt, so dass wir erst gegen 13 Uhr bei unserem ersten Programmpunkt des Tages angekommen sind: dem Römischen Nationalmuseum. Rom-Tagebuch, Tag 7: Boxer, Moneten und leckeres Eis weiterlesen

Rom-Tagebuch, Tag 6: Der Vatikan

Heute stand die große Vatikan-Experience an, das volle Programm: vatikanische Museen, vatikanische Gärten, Sixtinische Kapelle und Petersdom. Heute mussten wir ziemlich früh raus, da wir auch für den heutigen Tag ein Skip-the-line-Ticket und sogar eine zweistündige Führung gebucht hatten. Wenn man uns schon auf die schier unendlichen Kunstgegenstände los lässt, die die katholische Kirche in all den Jahrhunderten angesammelt hat, dann bedarf das auch einer gewissen Einordung. Letztlich sollte ich an diesem Tag auch den Moment erleben, der mich bei unserer Rom-Tour am meisten bewegt hat. Rom-Tagebuch, Tag 6: Der Vatikan weiterlesen

102 Kilometer Radfahren in Mittelfranken

Hier hat ja nun schon eine Weile nichts stattgefunden, aber dafür gab es einen Grund: Urlaub!

Der Vater-/Männertag stand mal wieder vor der Tür und wie schon in den Jahren zuvor verschlug es mich zu meinem “Liebligsschwager”, um gemeinsam mit seiner Truppe durch Mittelfranken zu marodieren. Und so fuhren wir bereits am Sonntag vor Maria Himmelfahrt in Richtung Rothenburg ob der Tauber. 102 Kilometer Radfahren in Mittelfranken weiterlesen

Besuch im Scheunencafé Ockensen

Ganz abgesehen davon, dass der Nebenjob von Michi ihr ein gutes Nebeneinkommen sichert, hat er auch einen anderen Vorteil, von dem ich profitiere: sie lernt viele schöne Locations kennen. Wo andere Hochzeit feiern, können wir dann an einem anderen Tag auch mal vorbei schauen. Wenn gute Freunde uns per Zufall dann noch einen Gutschein für eines dieser Lokale schenken, kann man das schon fast Fügung nennen. Besuch im Scheunencafé Ockensen weiterlesen

Radtouren in Mittelfranken

Die vergangenen Tage waren wir mal wieder ein wenig familiär auf Reisen und haben Michis Bruder besucht. Dessen Sohn wurde konfirmiert, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Und wie das bei “der Family” eben immer so ist: es gibt immer reichlich zu essen. Der Tag der KOnfirmation war da nur ein kaum Aufsehen erregender Höhepunkt mit 3-Gänge-Menü mittags, Tortenbüffet im vermutlich sechsstelligen Kalorienbereich und einem vielfältigen Abendessen (von dem ich dann aber fast nix mehr geschafft habe). Ganz abgesehen vom großen Grillen zwei Tage zuvor… Radtouren in Mittelfranken weiterlesen