Archiv der Kategorie: Film

Filmkritik: „Picknick mit Bären“

Der erfolgreiche Schriftsteller Bill Bryson (Robert Redford) möchte sich vom alltäglichen Einerlei seines eingefahrenen Rentner-Daseins eine Auszeit nehmen. Er beschließt den Appalachian Trail mit über 2.000 Meilen in Angriff zu nehmen. Bedingung seiner besorgten Ehefrau Catherine (Emma Thompson): er geht nicht allein. Auf sein Gesuch hin meldet sich sein alter Kumpel Steven Katz (Nick Nolte), mit dem er vor 40 Jahren feuchtfröhlich durch Europa gereist ist. Bei Stevens Anblick muss er feststellen: er hat sich überhaupt nicht verändert – bis auf seine Kondition… Filmkritik: „Picknick mit Bären“ weiterlesen

Filmkritik: „Hell Or High Water“

In der wüsten Einöde von West-Texas überfallen die beiden Brüder Tanner (Ben Foster, “Todeszug nach Yuma”) und Toby Howard (Chris Pine, “Star Trek”) Kleinstadt-Banken. Da sie immer nur das Geld aus der Kasse stehlen, hat das FBI kein Interesse sich mit “diesem Kleinkram” zu beschäftigen. Ganz anders der Dorf-Sheriff Marcus Hamilton (Jeff Bridges, “Crazy Heart”). Der will es zwei Wochen vor seiner Pensionierung noch einmal wissen und macht sich mit seinem halbindianischen Partner Alberto Parker (Gil Birmingham, “Twilight”) auf die Jagd nach den Kleingangstern. Filmkritik: „Hell Or High Water“ weiterlesen

Filmkritik: „Hidden Figures“

Amerika zu Beginn der 60er Jahre: nachdem die Russen immer erfolgreicher erste Sputniks ins All schießen, verkündet Kennedy den Wettlauf zum Mond. Der erste Mensch auf dem Erdtrabanten solle ein Amerikaner sein! Entsprechend emsig geht die NASA zu Werke und versammelt in ihren Reihen die größten Talente des Landes – auch jene, die ansonsten nicht so gern gesehen sind. Während der Rassismus noch die Regel ist und es immer wieder zu Unruhen und rassistischen Übergriffen kommt, sorgen ein paar farbige Frauen dafür, dass die notwendigen Berechnungen der NASA stimmen. Dies ist ihre Geschichte. Filmkritik: „Hidden Figures“ weiterlesen

Filmkritik: „Schloss aus Glas“

Jeannette (Brie Larson) ist die Verlobte eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Bei geschäftlichen Abendessen erzählt David (Max Greenfield, “New Girl”), dass seine Partnerin “aus gutem Hause” kommt. Aber das stimmt nicht. Jeannette hat eine Kindheit und Jugend in einer komplett dysfunktionalen Familie erlebt. Ebenso wie ihre drei Geschwister litt sie unter ihrem erfolglosen, jähzornigen und alkoholabhängigen Vater Rex (Woody Harrelson). Er war ein echter Tyrann, der mit seiner Familie nie lange an einem Ort bleiben konnte. Er hat es allerdings auch verstanden, seinen Kindern auf kreative Weise eine Hoffnung auf bessere Zeiten zu geben: eigentlich sei er nur auf der Suche nach dem perfekten Platz, um dort für seine Familie ein Schloss aus Glas zu bauen. Gemeinsam mit Jeannette steckt er viel Zeit in dessen Planung. Von ihrer Mutter brauchen die vier Kids auch keine Unterstützung erwarten: anstatt dafür zu sorgen, dass die Kinder eine warme Mahlzeit auf dem Tisch haben, beschäftigt sie sich lieber mit ihrem Hobby, der Malerei. Filmkritik: „Schloss aus Glas“ weiterlesen

Filmkritik: „Battle Of The Sexes – Gegen jede Regel“

Wir schreiben das Jahr 1973. Billie Jean King (Emma Stone) ist die Weltranglistenerste im Damentennis. Es stört sie, dass Frauen bei Turnieren wesentlich weniger Preisgelder erhalten als ihre männlichen Kollegen, obwohl ihre Spiele ebenso gut besucht sind. Als sie in Verhandlungen mit den Tennis-Bossen kühl abblitzt, beschließt sie, mit ihren Kolleginnen ein eigenes Turnier auszutragen. Als sie daraufhin aus dem Tennisverband geschmissen werden, gründen sie einen eigenen: die noch heute bestehende Women’s Tennis Association (WTA). So viel Frauenpower kommt bei den Chauvinisten der frühen 70er Jahre natürlich nicht gut an. Vor allem Alt-Wimbledon-Sieger Bobby Riggs (Steve Carell) ist der Meinung, dass Frauen ins Schlafzimmer oder an den Herd gehören, aber nicht auf den Tennisplatz. Zwar ist er inzwischen 55 Jahre alt, fordert die Besten des Damentennis dennoch zu einem Turnier „Mann gegen Frau“. Auch wenn sich Billie Jean King anfangs sträubt, lässt sie sich später doch auf dieses Match ein. Was für sie noch erschwerend hinzu kommt: in dieser aufgeheizten, frauenfeindlichen Stimmung bemerkt sie, dass sie Gefühle für eine Frau entwickelt. Ihr Ehemann ist davon natürlich nicht gerade begeistert. Filmkritik: „Battle Of The Sexes – Gegen jede Regel“ weiterlesen

Filmkritik: „Sleepless: Eine tödliche Nacht“

Der korrupte Cop Vincent (Jamie Foxx) überfällt zusammen mit seinem Kollegen in Las Vegas einen Drogen-Kurier und erbeutet Kokain im Wert von mehreren Millionen Dollar. Dumm nur, dass diese Lieferung für Novak, einen der mächtigsten Paten der Spielerstadt bestimmt war – und der ist bei der Wiederbeschaffung seiner Ware nicht zimperlich. Als Novak Vincents Sohn entführt, will der ihm seine Beute zurückgeben. Dabei hat Vincent aber die Rechnung ohne seine Kollegin Bryant (Michelle Monaghan) aus der Innenrevision gemacht. Sie hat schon lange den Verdacht, dass Vincent geschmiert ist und zeigt somit auch großes Interesse für den millionenschweren Müllbeutel, mit dem er ins Casino spaziert. Filmkritik: „Sleepless: Eine tödliche Nacht“ weiterlesen

Filmkritik: „Lion“

Der kleine Saroo (Sunny Pawar, später Dev Patel) reist mit seinem größeren Bruder Guddu per Zug vom Dorf in eine Stadt. Guddu will dort in einer Nachtschicht Geld verdienen, um seine arme Mutter zu unterstützen. In einem unbedachten Augenblick landet Saroo in einem leeren Zug, schläft ein und findet sich zwei Tage und 1.600 Kilometer später in der Millionen-Metropole Kalkutta wieder. Nach Monaten auf der Straße landet er im Kinderheim, da er zu klein ist, kann er niemandem einen Hinweis auf seinen Wohnort oder seine Eltern geben. Er gelangt in die Obhut eines australischen Pärchens (Nicole Kidman, Davin Wenham), das in mitnimmt, aufzieht und ihm ein gutes Leben in Tasmanien ermöglicht. Doch auch 25 Jahre später bohrt es in Saroo. Er will seine leibliche Mutter wissen lassen, dass es ihm gut geht. Doch alles, an das er sich aus seinem Heimatdorf erinnern kann sind ein paar Straßenzüge und ein Wasserturm in Bahnhofsnähe. Als Freunde ihn auf das neue Google Earth aufmerksam machen, verbringt Saroo Monate mit dem Erkunden von Satellitenbildern, immer in der Hoffnung sein altes Dorf zu finden. Filmkritik: „Lion“ weiterlesen

Filmkritik: „Assassin’s Creed“

Der zum Tode verurteilte Cal (Michael Fassbender) erwacht auf wundersame Weise nach seiner eigentlichen Exekution in einer mysteriösen Forschungseinrichtung. Zusammen mit ihm befinden sich dort weitere Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Stellt sich raus: Cal ist der Nachfahre des spanischen Assassinen Aguilar, der seinerzeit sein Leben dem Kampf gegen die Tempelritter gewidmet hatte. Oberste Aufgabe der Assassinen war der Schutz des machtvollen “Apfels von Eden”, dessen Besitzer über Gedeih und Verderb der Menschheit bestimmen kann. Cals Aufgabe ist es fortan, den Apfel zu finden und gegen die bösen Tempelritter zu verteidigen. Filmkritik: „Assassin’s Creed“ weiterlesen

Filmkritik: „Life“

Die sechs Astronauten der Internationalen Raumstation ISS spucken sich in die Hände: endlich ist eine Sonde von ihrem Marsbesuch zurück und versorgt das Team mit zahlreichen Proben des roten Planeten, die analysiert werden wollen. Dabei gelingt ihnen ein sensationeller Fund. Nicht nur, dass sie in den Gesteinen einen Einzeller entdecken; durch ein wenig Herumexperimentieren mit verschiedenen Atmosphären gelingt es ihnen sogar, den kleinen Knirps wiederzubeleben. Fortan wächst der gallertartige Organismus und erhält den Namen Calvin. Als die Forscher ein Experiment mit Strom machen, fühlt sich Calvin offensichtlich bedroht, verletzt einen Astronauten und entkommt aus seinem gesicherten Bereich in die Lüftung des Raumschiffes. Von nun an ist er ein Risiko, nicht nur für die Besatzung der ISS, sondern auch für die gesamte Menschheit. Filmkritik: „Life“ weiterlesen

Filmkritik: „Die Jagd“

Erzieher Lucas (Mads Mikkelsen) führt ein beschauliches Leben in seinem dänischen Heimatort. Nachdem die hiesige Schule geschlossen wurde, an der er als Lehrer unterrichtet hat, hat er eine Stelle als Erzieher im Kindergarten des Ortes übernommen. Mit vielen Eltern der betreuten Kinder verbindet ihn eine jahrelange Freundschaft. Der getrennt lebende Lucas führt ein unbescholtenes Leben, ist überall beliebt und freut sich auf die Weihnachtszeit, weil dann sein 14jähriger Sohn Marcus zu ihm ziehen wird. Die kleine Klara, Tochter von Lucas’ bestem Freund, himmelt ihren Erzieher an und drückt Lucas einen Kuss auf den Mund. Er weist sie behutsam aber deutlich darauf hin, dass sie solche Küsse nur ihren Eltern zu geben habe. Aus Enttäuschung und Ärger sagt Klara kurz darauf einer anderen Erzieherin, dass Lucas ihr seinen erigierten Penis gezeigt hätte. Eine Hexenjagd beginnt. Filmkritik: „Die Jagd“ weiterlesen