Sport-Tagebuch, Anfang Juni 2020

Es passiert fahrradtechnisch gerade ziemlich viel in unserem Haushalt, da lohnt sich schon wieder ein neuer Artikel, um Euch auf dem aktuellen Stand zu halten.

Es folgt eine Szene aus dem Büro-Alltag vom vergangenen Freitag. Michi wollte eigentlich zum Fahrradhändler, um sich neue Griffe zu kaufen. Aus ihren bisherigen war der Weichmacher so komisch raus gegangen, dass die Griffe nun ziemlich ekelig-klebrig waren. Damit macht Radfahren keinen Spaß mehr – verständlich. Es entspann sich folgender WhatsApp-Dialog:

Sie: “Ich könnte mir ja spaßeshalber mal E-Bikes ansehen, wenn ich schon mal beim Radhändler bin.”

(Da ich gerade in einer Telefonkonferenz war, konnte ich erst eine halbe Stunde später antworten)

Ich: “Klar, gucken kostet ja nix. Mach mal.”

Sie:
“Hier, guck mal. Gerade gekauft. Können wir heute Nachmittag abholen.”

 

Da hat sich die gute Dame des Hauses mal so nebenbei ein amtliches Pedelec von Kalkhoff gekauft! Das freut mich sehr, so können wir in diesem Sommer wieder häufiger mal gemeinsame Touren machen, gerne auch verbunden mit einem kleinen Feierabend-Picknick irgendwo in der Natur.

Neues Equipment:

Und wie das nun mal so ist, wenn Michi sich was Schönes gönnt. Dann will ich auch! Zwar habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, mir in absehbarer Zukunft noch ein Rad zu kaufen (drei sollten ja auch wirklich reichen – sind aber doch immer eines zu wenig…), aber dann wurde es eben ein neuer Radcomputer. Auch wenn durch die Stundenreduzierung nicht unbedingt jeder Euro so locker sitzt: wenn man schon ein Hobby hat, das relativ wenig kostet, kann man sich ja auch mal was gönnen.

Neue Motivation:

Und weil das nicht reicht, habe ich mir auch gleich noch (mal wieder) eine Premium-Mitgliedschaft bei Strava gegönnt. Nicht zuletzt durch Corona und die ausbleibenden Besuche im Fitness-Studio, fokussiert sich mein sportliches Treiben gerade sehr auf das Radfahren. Und da ich immer schon ein Zahlenmensch war, der sich selbst nicht mit Wettkämpfen gegen andere, sondern mit dem Erreichen eigener neuer Bestzeiten motiviert, will ich da auch wieder eine etwas professionellere Datenlage haben. Ein erster Blick in die Statistik tat schon mal sehr gut. Nach der Krebsbehandlung im Januar bin ich fitness-technisch wieder gut erholt:

Und noch mehr als das! Wenn ich mir die Fitness-Auswertung der vergangenen Jahre anschaue, dann war ich laut Strava noch nie so fit wie gerade jetzt. Und tatsächlich fühle ich mich auch so fit wie nie. Ich merke es vor allem daran, dass ich beispielsweise Anstiege, bei denen ich sonst immer außer Atem gekommen bin, wesentlich besser wegstecke. Oder daran, dass sich meine Durchschnittsgeschwindigkeit erhöht, ohne dass ich mich erschöpfter fühle. Die Kurve zeigt rapide nach oben.

Neue Ziele:

Nachdem ich gestern von einer weiteren Radtour von über 70 Kilometern frisch geduscht in den Strandkorb gefallen bin, habe ich mit ein wenig Stolz festgestellt, dass ich in den vergangenen sieben Tagen 315 Kilometer geradelt bin. Das Ziel für den Monat Juni war damit gesetzt: “Wer sich so fit fühlt und in einer Woche 300 Kilometer fährt, der schafft auch in einem Monat 1.000 Kilometer”. Wir werden sehen. Ich werde berichten…

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