Der frühe Vogel trinkt Espresso ☕
Manchmal bin ich wirklich selbst von mir erstaunt, was für eine eiserne Disziplin ich an den Tag legen kann. Wenn ich Homeoffice habe, beginnt mein Tag nämlich nicht gemütlich im Bett, sondern der Wecker klingelt gnadenlos um 5:15 Uhr morgens – so wie an jedem anderen Arbeitstag. Anstatt mich noch mal umzudrehen, zieht es mich direkt in die Küche, um mir einen starken Espresso zu machen. Dann heißt es eine halbe Stunde warten, bis das Koffein so richtig in die Blutbahn einschießt und die letzten Reste der Müdigkeit vertreibt.
Nüchterntraining auf dem Indoor-Bike
Und genau dann setze ich mich auf den Sattel. Aktuell steht an diesen Tagen nämlich ein sogenanntes Nüchterntraining auf meinem Plan. Das bedeutet, dass ich meine geplante 60-minütige Einheit auf dem Indoor-Bike komplett ohne vorheriges Frühstück absolviere. Das fördert die Verbrennung des besonders schädlichen Viszeralfettes ganz besonders und bringt den Stoffwechsel ordentlich auf Trab. Also sitze ich da im dunklen Zimmer, trete meine Wattwerte ab und schwitze, bevor die Sonne da draußen überhaupt richtig aufgegangen ist.

Danach geht es direkt unter die Dusche und frisch erholt an den Rechner für die Arbeit. Etwa eine Dreiviertelstunde später wird ausgestempelt und ich bereite mir meinen wohlverdienten Shake als Frühstück zu. Das Ganze funktioniert erstaunlich gut.
Die Kunst, die Füße stillzuhalten
Der große Vorteil an diesem Ablauf ist ganz einfach, dass man seine sportliche Aktivität schon am frühen Morgen komplett abgehakt hat. Der restliche Tag ist dadurch wunderbar frei für andere Dinge.
Nun denn, am Nachmittag lauert dann aber oft die nächste Herausforderung. Gerade wenn das Wetter richtig schön ist und die Sonne lacht, bin ich extrem in Versuchung, doch noch einmal das Pinarello aus dem Gartenhaus zu holen und ein kleines Ründchen draußen in der Natur zu drehen. Da ist echte Disziplin vonnöten. Anstatt wahllos aufs Rad zu steigen, zwinge ich mich tatsächlich dazu, die Füße stillzuhalten und den Nachmittag bewusst zur Regeneration zu nutzen. Ich vertraue da voll und ganz auf meinen Trainingsplan – und das fühlt sich am Ende richtig gut an.
Ergo: Disziplin zahlt sich nicht nur beim Training aus, sondern auch bei der Erholung. Seid Ihr auch schon mal nüchtern aufs Rad gestiegen oder braucht Ihr morgens zwingend ein ausgiebiges Frühstück? Lasst mir gerne einen Kommentar da!