Berlin-Tagebuch, Tag 3

Der Freitag begann mit dem ersten Frühstück in unserem Hotel. Und das konnte mich echt begeistern. Neben einer guten Auswahl an Aufschnitt und Käse gab es sowohl einen hausgemachten Couscous- und Eiersalat sowie einen veganen Brotaufstrich, der echt gut geschmeckt hat. Gerade in Hotels esse ich zum Frühstück gerne Rührei und Bacon. Das Rührei war schon gut, aber der Bacon war der Hammer: knackig kross, ohne angebrannt zu sein und dabei so “fettarm” wie möglich. Weit entfernt von den labberigen, in Fett schwimmenden Schinkenstreifen, die ich aus manch anderem Hotel kenne. Gut gestärkt ging es dann zu meinem ganz persönlichen Highlight unserer Berlin-Reise.

Michis Ex-Chef und ehemalige Bürgermeister ist inzwischen Mitglied im Deutschen Bundestag. Er hatte mal angeboten, dass er uns eine Führung durch den Reichstag geben würde, wenn wir mal in Berlin wären. Da haben wir ihn mal beim Wort genommen. Zwar hatte er selbst keine Zeit für uns, aber sein persönlicher Assistent sollte sich gut 90 Minuten Zeit für uns nehmen, um uns mal ein wenig durch das Zentrum der Macht zu führen.IMG_20170210_105624452_bearbeitet-1 Berlin-Tagebuch, Tag 3 weiterlesen

Berlin-Tagebuch, Tag 1

Am vergangenen Mittwoch hat es uns in die Landeshauptstadt gezogen und wir haben dort ein paar ereignisreiche Tage verlebt, die ich hier ein wenig in Erinnerung halten möchte. Die Reise habe ich von @tantemichi zum Geburtstag bekommen. Warum sie sich gerade den Februar als Reisemonat ausgewählt hat, ist schnell erklärt: als großer Film-Fan bin ich gerne zur Eröffnung der Berlinale am Roten Teppich der Eröffnungsgala. Dass es die kältesten Tage seit Menschengedenken sein würden, konnte ja keiner ahnen. Es gab auch schon Berlinale-Eröffnungen bei über 10°C plus. Sei’s drum. Wir haben beschlossen, dass wir uns die Tage so schön wie möglich und stressfrei gestalten würden.

Ganz stressfrei ging es dann am Mittwochvormittag los. Eine gute Reisezeit: der Berufsverkehr war schon durch und die Autobahn war entsprechend leer. Abgesehen von einer 8 Kilometer langen Baustelle auf der A10 waren uns auch die Bauarbeiter hold. Und so kamen wir guter Dinge in Berlin an, bezogen unser Zimmer im „Hotel Big Mama“ (das ich an dieser Stelle echt empfehlen kann) und hüpften in die U-Bahn Richtung Kurfürstendamm. Die nächste U-Bahn-Station war vom Hotel aus Osloer Straße, innerhalb von 5 Minuten zu Fuß zu erreichen und bedient zwei Linien, so dass wir sowohl zum Ku’Damm als auch zum Alexanderplatz ohne Umsteigen durchdüsen konnten. Praktisch!

Am Ku’Damm angekommen habe ich erst mal ein wenig den Reiseführer gegeben. Und während ich von der Gedächtniskirche schwärmte, waren Michis Highlights des Tages eher die Jimmy Choo-Schuhe im KaDeWe. 😉

Anschließend sind wir bei frostiger Kälte im Europa-Center gelandet, um uns bei Kaffee und Kuchen aufzuwärmen. Als Michi vom Kuchen-Büffet wiederkam und sagte „Hey, die haben hier auch Tiramisu-Torte!“, brauchte ich gar nicht mehr selbst hinzugehen. War klar, dass es genau die sein sollte.

Nach der kurzen Pause haben wir noch mal ordentlich Strecke gemacht, sind den Ku’Damm bis zum Henriettenplatz und zurück abgetappert. Immer auf der Suche nach einem kleinen Restaurant, in dem wir einen Stop zum Abendessen machen könnten. Problem: an einer der prominentesten Straßen Berlins ist es schwer, was günstiges zu schießen. Nachdem wir schon gut durchgefroren waren, haben wir beschlossen uns mit der U-Bahn in Richtung Hotel aufzumachen und uns im Kiez einen Döner-Laden zu suchen. Ein kleines spanisches Restaurant auf der Prinzenallee stand noch kurzfristig zur Wahl. Aber das El Pepe scheint ein Geheimtipp zu sein, denn auch an einem Mittwochabend war das kleine Restaurant pickepackevoll. Und so trieb es uns zu einem recht dubiosen Döner-Laden in einer Seitenstraße der Prinzenallee. Dubios weil wir zwar während unseres Aufenthaltes die einzigen essenden Gäste waren, in der Zwischenzeit aber unzählig viele Gestalten im Hinterzimmer verschwanden und mit Plastiktüten voller Zigarettenstangen wieder heraus kamen. Nun denn, das Essen war okay (zumindest dafür, dass alles den Anschein hatte, dass es sich eigentlich gar nicht um einen Imbiss, sondern eher eine Geldwaschanlage handelte…) und auch am nächsten Tag hatten wir keine Magenprobleme. Mehr konnte man da vermutlich auch nicht erwarten.

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Filmkritik: „Sing Street“

Was Jungs in der Pubertät nicht alles machen, nur um ein Mädchen zu beeindrucken. Das war auch im Dublin der 80er Jahre nicht anders. Die 16jährige Raphina gibt an, Model zu sein. Grund genug für Conor ihr anzubieten im nächsten Musikvideo seiner Band mitzuspielen. Einziges Problem: Conor hat noch gar keine Band, geschweige denn Songs. Gemeinsam mit einem Kumpel spricht er ein paar Mitschüler an, die dann letztlich unter dem Bandnamen “Sing Street” firmieren, benannt nach ihrer erzkatholischen Schule. Genau an der macht sich der Neuling Conor mit wechselnden Frisuren und Schminke nicht gerade beliebter. Egal: durch seine gefühlvollen Songtexte mach Conor sich daran, Raphinas Herz für sich zu gewinnen. Das ist es, was zählt.

Hurra, ein neuer Film von John Carney! Der ist schuld daran, dass ich allein beim Gedanken an seine bisherigen Werke “Once” und “Can A Song Save Your Life” eine Instant-Gänsehaut und leuchtende Augen kriege. Entsprechend bin ich an “Sing Street” mit einer euphorischen Oh-mein-Gott-ich-werde-diesen-Film-so-lieben-Attitüde herangegangen. Und? Hat geklappt! Filmkritik: „Sing Street“ weiterlesen

Filmkritik: „Das brandneue Testament“

Gott existiert: er lebt in Brüssel, ist verheiratet und hat – neben dem längst verstorbenen Jesus – eine Tochter namens Ea. Meistens sitzt er im speckigen Unterhemd in seinem Arbeitszimmer am Computer und schickt der Menschheit Katastrophen und Krankheiten an den Hals. Irgendwann wird es Ea zuviel, sie betritt das streng verbotene Zimmer und hackt den Computer des Allmächtigen. Sie verschickt an alle Menschen eine Nachricht, wie lange sie noch zu leben haben – per Countdown genau bist auf die Sekunde. Anschließend bricht sie aus der Wohnung aus und macht sich auf die Suche, um sechs Apostel zu finden. Gemeinsam mit ihnen will sie ein brandneues Testament schreiben. Filmkritik: „Das brandneue Testament“ weiterlesen

Spiele-Review: „Just Cause 3“

Auch das hier ist ein Text, der schon eine ganze Weile in meinen Entwürfen schlummerte nur darauf gewartet hat, dass ich wieder mit dem Bloggen anfange. Inzwischen habe ich noch eine ganze Menge mehr Zeit in dieses Spiel reingepumpt. Aber auch jetzt sind meine Eindrücke genauso wie beim Schreiben des Reviews seinerzeit. Und da das Spiel inzwischen auch gerne mal in Rabatt-Aktionen seinen Platz findet, ist der Text ja vielleicht für den einen oder anderen auch noch hilfreich.

Das Wichtigste zuerst: ich bin ein “Just Cause”-Fanboy. Abgesehen von GTA habe ich in den letzten Jahren kein Spiel so lange gespielt wie “Just Cause 2”. Wenn ich mir einen Held aus einem Computerspiel auf den Arm tätowieren müsste, wäre das definitiv Rico Rodriguez (und ich meine damit nicht den Schauspieler Rico Rodriguez aus “Modern Family”). Laut Steam habe ich in “Just Cause 2” inzwischen sage und schreibe 396 Stunden meiner Lebenszeit versenkt. Nachdem ich dem Anfang Dezember 2015 erschienenen “Just Cause 3” nun auch schon rund 100 Stunden meiner Aufmerksamkeit geschenkt habe, ist es an der Zeit für einen ausführlichen Test. Spiele-Review: „Just Cause 3“ weiterlesen

Filmkritik: „The Gift“

Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall) ziehen aus Chicago in seine alte Heimat Los Angeles. Noch bevor der Einzug komplett gewuppt ist, treffen sie zufällig Simons alten Schulkameraden Gordo (Joel Edgerton), der fortan mit überbordender Hilfsbereitschaft und lieb gemeinten Geschenken den Kontakt zu dem Paar sucht. Simon und Robyn geht der aufdringliche Bekannte aus vergangenen Tagen nach kurzer Zeit mächtig auf den Geist, Anstand und Höflichkeit lassen es jedoch nicht zu, den Kontakt abzubrechen. Früher oder später droht die Situation zu eskalieren. Filmkritik: „The Gift“ weiterlesen

Review: Fitnessarmband vivosmart HR

Vorab zur Info: der Text hier ist von Mitte März und dümpelte immer noch in meinen Entwürfen herum. Zwar habe ich mich inzwischen für einen anderen Fitness-Tracker entschieden, aber es wäre doch schade wenn dieser umfangreiche Bericht untergehen würde, oder?

Dass ich mich schon in der Vergangenheit dem Thema “Selbstvermessung” leidenschaftlich gewidmet habe, sollte bekannt sein. Nachdem ich eine Weile lang jedes Gramm an Nahrungsmittel in der App Lifesum aufgeführt habe (und damit tatsächlich anständige Abnehm-Erfolge erzielt habe), lag mein Hauptaugenmerk bisher immer auf Runtastic. Damit habe ich alle meine sportlichen Aktivitäten protokolliert, egal ob Radtour, Spaziergang oder auch die Besuche im Fitness-Studio. Seit gut einer Woche habe ich nun ein weiteres Gadget, das mich bei meiner Selbstvermessung noch mal auf einen ganz neuen Level bringt. Review: Fitnessarmband vivosmart HR weiterlesen

Filmkritik: „Imperium“

Als FBI-Analyst ist Nate Foster (Daniel Radcliffe) das Vorzeigeexemplar von einem Bürohengst. Als im Umfeld von Washington D. C. eine Ladung radioaktives Cäsium abhanden kommt, haben die FBI-Oberen schnell radikale Muslime in Verdacht. Im Gegensatz zu Nates Vorgesetzer (Toni Collette). Sie vermutet, dass Rechtsradikale das Material nutzen wollen, um eine schmutzige Bombe herzustellen und somit Rassenkonflikte zu provozieren. Nate soll undercover in die rechtsradikalen Gruppen eingeschleust werden, um dem geplanten Terror-Anschlag auf die Spur zu kommen. Filmkritik: „Imperium“ weiterlesen