Liebes Fitnesstagebuch, Ende Juli 2018

Der Monat war geprägt von vielen anderen Dingen, aber nicht vom Sport. Zu Beginn des Monats hatten wir Michis Eltern und ihre quirlige Nichte zu Besuch und haben uns großteils der Neugestaltung unseres Gartens gewidmet. Zum Radfahren bin ich nach all der Schipperei nicht mehr gekommen bzw. fehlte nach der Knochenarbeit die Lust, sich auch noch auf das Rad zu schwingen. Momentan drücken Temperaturen von bis zu 35°C auch ein wenig auf die Motivation, wobei ich ja eigentlich gerade bei solchen Temperaturen am liebsten unterwegs bin. Auch wenn man sich körperlich betätigt, profitiert der Körper vom Fahrtwind, so dass es sich im Radsattel besser aushalten lässt als auf der Sonnenliege.

Gestern nun habe ich mich am 26. Tag des Monats zumindest das zweite Mal im Juli aufs Rad gesetzt – trotz 34°C. Und es war mal wieder eine Wohltat. Michi hat noch viel mehr als ich selbst gemerkt, wie unausgeglichen ich bin wenn ich wochenlang keinen Sport mache. Wäre ich nicht von selbst gefahren, hätte sie mich gestern Abend von sich aus noch mal “auf die Reise” geschickt. Und, ja: es hat richtig gut getan sich zu bewegen. Anders zu bewegen. Zwar habe ich bei der ganzen Kies-Schipperei im Garten jeden Tag ein wenig mehr gemerkt, dass es weniger anstrengt und ich immer mehr Kraft aufbaue. Aber die Ausdauer ist dabei ziemlich auf der Strecke geblieben. Und so war ich zwar gestern nach 40 Kilometern nicht am Ende meiner Kräfte, konnte aber immerhin sagen “Jetzt ist auch mal gut.” So viel gute Selbsteinschätzung hätte ich mir nicht zugetraut. 😉

Endlich bin ich mal wieder durch “meinen Hood” gefahren, meine seit Jahren bestehende “Feierabend-Route”. Die ist 20 Kilometer lang und sehr entspannend, da nur wenige Meter davon auf einer von Autos befahrenen Straße gefahren werden müssen. Endlich mal wieder zwischen Klein Escherde und Heyersum den Blick in Richtung Heimat genießen, hinweg über frisch abgeerntete goldene Felder.

IMG_20180726_170248_1

Und weil ich so gut drin war, mich von Beginn an auch nicht großartig angestrengt habe und auch bei leichten Steigungen in den niedrigsten Gang geschaltet habe, bin ich noch ein wenig weiter gefahren. Von Nordstemmen über Burgstemmen in Richtung Elze, dann weiter Richtung Sorsum und Wittenburg. Das könnte durchaus auch eine regelmäßigere Tour sein, wenn ich nach Feierabend mal zwei statt nur einer Stunde Zeit mitbringe. Die Strecke fahre ich inzwischen auch wie im Schlaf.

Mal sehen, vielleicht nutze ich die kühleren Abendstunden heute noch mal für eine entspannte Radtour im Sonnenuntergang. Mein Tourenrad hat ja seit gut zwei Jahren eine tolle Lichtanlage, die noch nie so richtig gefordert wurde…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.