Garten-Update vom 24.05.2020

Heute geht es ausnahmsweise mal nicht ums Kochen, sondern um den aktuellen Sachstand in unserem Garten. So langsam ist alles in die Erde eingebracht, was für diese Saison geplant ist.

Unser Kräuterhochbeet ist nun komplett besetzt, nachdem unsere letzte Samenlieferung (Bio-Thymian) angekommen ist. Da muss ich mir höchstens noch mal ein paar Gedanken machen, wie ich die Bewässerung am besten verlege. Das ist noch nicht optimal, so dass ich immer noch ein wenig per Hand nachgießen muss.

In der oberen Ecke sieht man sogar noch eine Minze, die eigentlich gar nicht eingeplant war, aber auf der Küchenfensterbank zu verrotten drohte. Frei nach Hape Kerkeling: „Die Minze muss an die frische Luft“. Damit sie uns nicht wieder alles zuwuchert, habe ich sie – ebenso wie den Rucola rechts im Bild – mit ein wenige Rasenkantenfolie abgegrenzt. In der Erde wächst ja irgendwie alles richtig gut. Deswegen musste ich auch den Rosmarin mit einer Rankhilfe halbwegs in Zaum halten.

Auch einige Sukkulenten wachsen und blühen lustig vor sich hin, im Hintergrund das üppig wachsende Farn, das vermutlich noch guten Sichtschutz bieten kann dieses Jahr.

Die Kartoffeln sind inzwischen auch schon ordentlich gewachsen, ebenso wie die Zucchini, die sich so langsam in die Höhe ranken.

Was meinen Asia-Salatmix angeht, habe ich mich ja ein wenig arg verschätzt und zu üppig ausgesät. Um davon nun nicht die Hälfte wegschmeißen zu müssen, musste ich weitere „Ackerfläche“ finden, um ihm genug Platz zukommen zu lassen. Gut, dass wir noch ein paar alte Plastiktöpfe und Trays hatten. Und so scharen sich nun ganz viele kleine Asia-Salate, Basilikum, Spinat, Lauchzwiebeln und Schnittlauch um unsere dekorative Blechgießkanne.

Auch unser viergeteiltes Hochbeet lässt schon die ersten Pflanzen sehen. Im Vordergrund ranken die Zuckererbsen vor sich hin, während der Mangold im zweiten Segment (rechts) noch auf sich warten lässt.

Dafür sieht man im zweiten Segment links schon so einige Möhrenbüschel aus der Erde schauen. Auch sehr spannend, was man auf dem Bild leider nicht so gut erkennen kann: während im ersten und dritten Segment von vorne kaum Unkraut zu sehen ist, ist das zweite Segment komischerweise voll davon. Ich weiß nicht warum. Da werde ich nächstes Jahr wohl noch mal eine neue Schicht Erde draufpacken können. Ganz hinten, das vierte Segment ist ja schon am allergrünsten. Dort wuchern unsere Erdbeeren vor sich hin, blühen und bilden auch schon so langsam ihre ersten Früchte aus. Bald ist Erntezeit!

Noch ein kurzer Blick auf den Spinat, den ich vor gut zwei Wochen an die frische Luft gesetzt habe. Ich hoffe, es wird ihm in den Töpfen nicht schon wieder zu eng. Ansonsten muss ich da auch noch mal weiter vereinzeln…

Noch ein kleiner Blick in meine Experimente-Ecke. Ich hole hier anscheinend das nach, was mir der nicht-existente Schul-Garten vorenthalten hat. Ich entdecke gerade so nach und nach, „was geht“. Beispielsweise sogenanntes Re-Growing. Ende April habe ich das obere Ende einer ollen Möhre in die Erde gesteckt. Und siehe da: da hat sich inzwischen schon wieder ein ordentliches, kräftiges Büschel Grünzeug entwickelt. Gerade mal vier Wochen her. Ebenso wächst rechts daneben – nicht ganz so schnell – eine Knoblauch-Zehe, die ich auch einfach so in die Erde gesteckt habe. Die war beim Kochen über, also: „Was haste zu verlieren?“. Mit einer kindlichen Freude schaue ich den beiden beim Wachsen zu.

Am Freitag war die liebe Michi unterwegs und hat einen Gutschein eingelöst, den ich ihr schon vor einigen Jahren geschenkt hatte. Sie wollte immer schon mal einen Haselnuss-Strauch haben. Jetzt steht er in unserem Kiesbeet an der Grenze zu den Nachbarn. Auch der Japanische Ahorn  ist ganz frisch erstanden und eingepflanzt. Gemeinsam stehen die beiden nun Seite an Seite bei unserem radikalst zurückgeschnittenen Flieder.

Apropos Flieder. Der war ja nun wirklich in den letzten Wochen ein arg trauriger Anblick. So übel zurückgeschnitten war ich mir nicht mal sicher, ob aus dem überhaupt noch was werden könnte.

Aber es tut sich was. Vor ein paar Wochen sah der Flieder noch so aus:

Aber wenn man ganz genau hinschaut, hat sich da jetzt etwas getan:

Da sind doch tatsächlich ein paar neue Triebe! Wow! Tja, ich habe ihn ja auch immer tapfer gegossen, Tag um Tag. Auch wenn es sich jedes Mal so angefühlt hat, als wenn man eine verwesende Leiche nass spritzen würde. Hoffnung zahlt sich eben doch aus! 🙂

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