Adventures in Cooking, Part 2

Am vergangenen Wochenende stand der Grill im Mittelpunkt meines Interesses. Auch wenn ich hier noch weit weg bin von Artsy-Fartsy-Barbeque-Künsten, sollte es doch zumindest ein wenig mehr sein als das profane Nackensteak auf dem Grillrost.

Für die Herzallerliebste habe ich mich mal wieder an ein Lachsfilet gewagt, das auf einer Buchenplanke gegrillt wurde. Zuerst wurde eine Marinade aus Olivenöl, Salz, Pfeffer, Honig und dem Saft einer Zitrone gemixt und großflächig aufgetragen. Anschließend hat das Filet noch ein wenig Fleur de Sel und Zitronenzesten abbekommen, bevor einige Scheiben der Zitrone in das angeritzte Filet gesteckt wurden. Die zuvor über mehrere Stunden gewässerten Planken haben nach den ersten zehn Minuten dann ein leckeres Räucher-Aroma verströmt.

Als Beilage haben es – keep it simple – ein paar mit Öl bestrichene grüne Spargel in die indirekte Grillzone geschafft, die ebenfalls auf den Punkt fertig waren.

Für mich selbst habe ich mir dann Burger gegönnt, da Michi vor ein paar Tagen leckere Mehrkorn-Buns gekauft hatte. Auch die Burger-Patties wurden zuvor in einer Marinade aus Öl, Fischsauce und einer Würzmischung eingelegt, bevor sie nach dem Lachs dann fix auf der knalleheißen Grillplatte gegrillt wurden. Pro Seite zwei Minuten, anschließend noch mal kurz eine Käsescheibe aufgelegt und fertig. Schnell noch etwas Remoulade, Ketchup, Röstzwiebeln, Gürkchen und Salat auf die Brötchenhälften verteilen und fertig war die (zugegeben eher unkreative) Burger-Eigenkreation.

Am Sonntag wollte ich dann meine Experimente mit Kartoffeln noch ein wenig vorantreiben. Vor ein paar Tagen hatte ich aus rohen Kartoffelscheiben schon mal fix Bratkartoffeln gezaubert, die nicht nur prefekt aussahen, sondern auch perfekt geschmeckt hatten. Anstatt nun wieder die kleinste Pfanne des Hauses zu nutzen, setzte ich lieber mal auf die große Kontaktgrillfläche von “Monster”. Ein paar normale Kartoffeln und Süßkartoffeln wurden in hauchdünne Scheiben geschnitten. Die normalen Kartoffeln habe ich danach durch dreimaliges Spülen von der Stärke befreit. Anschließend kamen die Kartoffeln nach und nach auf die heiße Platte.



Zuerst hatte ich die Platte mit etwas Rapsöl eingestrichen. Nach kurzer Zeit habe ich dann aber gemerkt, dass so wenig Öl nicht ausreicht. Also stellte ich mir ein kleines Schälchen neben den Grill, in dem ich knapp jede zweite Kartoffelscheibe eingetaucht habe, bevor sie auf den Grill kam.  Anschließend wurde durch diese Kartoffel so viel Rapsöl mit auf die Grillfläche gebracht, dass ich eine weitere Kartoffel ohne dieses Prozedere auf den Grill bringen konnte.

Bei den normalen Kartoffeln haben sich schnell Erfolge gezeigt. Süßkartoffeln neigen ja eh schneller dazu anzubrennen, so dass ich doch ein wenig Ausschuss produziert habe. Nach kurzer Zeit war ich aber so eingespielt, dass ich in einer Tour die jeweils gut 12 Kartoffelscheiben auf dem Grill umgedreht habe. So konnte ich weiteres Verkohlen verhindern.

Damit die fertigen Kartoffelscheiben nicht gleich in die Servierschale mussten, habe ich sie ein wenig zum Nachgaren und Abtropfen über die indirekte Grillzone gelegt. Stellt sich raus: normale Kartoffeln werden nach dem Erkalten noch härter und schmecken dann nicht nur wie Chips, sondern fühlen sich im Mund auch genauso an. Bei den Süßkartoffeln muss ich noch ein wenig experimentieren. Die waren auch als sie schon fast verbrannt waren noch sehr labberig. Kann daran liegen, dass ich da nicht die Stärke ausgewaschen habe. Das werde ich noch mal genauer unter die Lupe nehmen.

Die fertigen Chips wurden in der Servierschale noch ein wenig gesalzen und mit Rosmarin bestreut und waren sehr lecker (selbst die labberigen Süßkartoffelchips). Fazit: gibt’s wieder. Vielleicht noch ein wenig gepimpt.

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