Berlin-Tagebuch, Tag 5

Letzter Tag in Berlin. Bevor wir uns das letzte Mal aufgemacht haben, um ein wenig die Stadt zu erkunden, waren wir uns darüber einig, dass wir in den vergangenen Tagen ordentlich was gesehen haben und nichts ganz wichtiges mehr auf dem Zettel haben, das wir versäumt haben. Dennoch haben wir beschlossen, dass wir uns Berlin vermutlich auch noch mal im Sommer ansehen werden. Ein verlängertes Wochenende soll uns ein Gefühl dafür geben, wie sich die Hauptstadt anfühlt, wenn man nicht bei eisigem Wind durch die kalten Straßen stapft.

Schon lange Zeit hatte ich einen Besuch im Planetarium auf dem Wunschzettel. Genau gesagt: 13 Jahre und 3 Monate. Seinerzeit ist es daran gescheitert, dass das Planetarium sonntags nicht geöffnet war. Doof, wenn man am letzten Tag (eben jenem Sonntag) vor verschlossener Tür steht und keine Alternative mehr hat. Jetzt sollte es endlich soweit sein. Das Progamm: „Sonne, Mond und Sterne“. Klang noch nach einem der interessantesten Programme. Als wir angekamen, waren wir so ziemlich die ersten. Aber schon wenige Minuten danach hatte sich die Lobby mit Dutzenden von Kindern gefüllt, die wie wilde laut durch die steigend flitzten.

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Im Saal,angekommen habe ich erst mal den coolen Projektor bestaunt. Nach ein paar einleitenden Worten durch unsere beiden Moderatoren würde dann zur Musik von „Jurassic Park“ der Sternenhimmel auf die Kuppel projiziert. Das sah schon toll aus und sorgte bei mir für ein angenehmes Kribbeln. Anschließend wurden uns von den Moderatoren einzelne Sternenbilder gezeigt und deren Geschichten und Legenden erzählt. Das fand ich dann nicht ganz so interessant. Da hat man so einen genialen Projektor, mit dem man einen krassen Sternenhimmel an die Kuppel zaubern kann, und wir bekommen nur gezeigt, welche Sternenbilder es gibt und warum sie ihre Namen haben.

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Erst nachdem das Thema Sternenbilder durch war, würde es wieder interessant. Anschließend wurde ein wenig über den Mond erzählt. Dann könnte man sehen, dass die Moderatoren den Sternenhimmel steuern könnten, wie in einer Zeitmaschine. Und so wurde nach Belieben einfach der Sternenhimmel „vorgespielt“ oder eine besonders interessante Ecke unseres Universums herangezoomt. Das war dann schon wieder ganz beeindruckend, so dass sich der Besuch durchaus gelohnt hat.

Bemerkenswert: während der Moderator einen guten Job gemacht hat und mit seiner spannenden Erzählweise und seinen gute. fragen die Kids gut eingebunden hat, war seine Mit-Moderatorin sehr demotivierend. Im gelangweilten Ton stellte sie Fragen, um sie im selben Atemzug selbst zu beantworten: „Und jetzt sehen wir Flecken auf der Sonne. Na, wie können die wohl heißen? Ja. Genau: Sonnenflecken“. Das war so demotivierend, dass sie es sich auch hätte sparen können. Dass wir mit diesem Urteil nicht allen warn, konnten wir anschließend in der Straßenbahn belauschen, als eine Oma sich mit ihrer Enkelin unterhalten hatte.

Anschließen sind wir noch ein letztes Mal mit der Linie 100 vom Alexanderplatz bis zum Bahnhof Zoo gefahren. Noch mal mit Premium-Plätzen, oben ganz vorne.

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Danach hieß es dann nur noch tanken und ab nach Hause. Tschüss Berlin. Bis zum nächsten Mal.

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