Archiv der Kategorie: Urban_Gardening

Zwischenstand zum #GartenProjekt, Teil 4

Am Samstag war der Tag der Tage. Diese ordentliche Schippe Erde wollte vom zukünftigen Platz unserer Wäschespinne ins Hochbeet transportiert werden. Zum Großteil Rasenstücke, die wir mit der Schälmaschine abtragen konnten. Problematisch war dabei die lange Lagerung: hätten wir die Rasenstücke direkt nach dem Schälen ins Hochbeet gepackt, wären die einzelnen Rasensoden noch gut voneinander zu lösen gewesen. Dumm nur, dass das Holz für unser Hochbeet erst Wochen später angeliefert wurde. In der Zwischenzeit gab es ein paar heftige Regenschauer, die dafür gesorgt haben, dass die Stücke schön ineinander “vermatschen” und nicht mehr so gut voneinander zu lösen waren.

Da wartete also ein Haufen Arbeit auf uns – im wahrsten Sinne:

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Das Wetter hat gut mitgespielt, als wir begonnen haben, den Berg abzutragen. Zwar war das Ganze eine ziemliche Quälerei, aber dank Radio verging die Zeit doch wie im Fluge. Zumindest war ich ein wenig ungläubig als ich irgendwann bemerkt habe, dass wir schon vier Stunden am Arbeiten waren. Belohnt wurden wir mit einem blitzeblanken Platz für die Wäschespinne, auf dem wir zum Zaun hin ein paar Beeren angepflanzt haben. Außerdem ist die Halterung für die Wäschespinne einbetoniert.

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Und unsere Berechnungen sind relativ gut aufgegangen: so wie berechnet wurde fast das komplette Hochbeet mit der abgeschälten Erde ausgefüllt. Nur an den Seiten links und rechts ist noch ein wenig Luft.

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Am Abend konnten wir dann – zwar arg geschafft, aber dafür frisch geduscht – unsere neue Terrasse einweihen. Standesgemäß wurde natürlich gegrillt.

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Und wie das momentan so ist. Ich und mein “handwerkliches Geschick” (nicht umsonst in Anführungszeichen): kaum ist man mit einem Projekt fertig, kommen einem schon die nächsten in den Sinn…

Als erstes war die Überlegung, wie wir denn die leeren Ecken im Hochbeet auffüllen wollen. Ganz einfach: im Bereich rechts kommt einfach der Rasenschnitt vom nächsten Mal Rasenmähen hinein. Damit hat es dort schon ein wenig Füllung. Oben drüber kommt eh noch eine Schicht Mutterboden, darunter natürlich wieder Unkrautvlies.

Für den Bereich links haben wir uns noch ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht. A long Story short: ich habe keine Lust darauf, Gartenmöbel zu kaufen. Mit einer günstigen Variante um die 200/300,- € sind wir letztens richtig auf die Nase gefallen (richtig mieses Material), und gut 1.000,- € möchte ich nicht für Möbel in die Hand nehmen, die draußen Wind und Wetter ausgesetzt sind. Beim abendlichen YouTube-Abklappern sind wir dann über ein Do-it-yourself-Video gestolpert, in dem mit wenig Aufwand praktische Gartenmöbel gefertigt wurden. Also: bauen wir uns selbst. Wir wollen eine Sonnenliege mit 140 x 200 cm Liegefläche basteln. Damit man nicht nur auf blankem Holz liegt, braucht es natürlich Polster. Da klingen für uns klappbare Gästematratzen prima: nicht zu teuer und gut zu verstauen. Idee: im freien linken Teil des Hochbeetes nutzen wir den Platz, um einen Aufbewahrungsort für die Klappmatratzen einzubauen. Mal sehen wie wir diese an sich pfiffige Idee umsetzen können…

Zwischenstand zum #GartenProjekt, Teil 3

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Gartenarbeit. Am Freitag sollte endlich das Holz geliefert werden, aus dem wir unsere Terrasse und unser neues Hochbeet machen wollten. Schon tags zuvor haben wir mit den Vorbereitungen begonnen: ein gutes Dutzend Schubkarren voller Kies habe ich als Unterboden für die Terrasse angeschüttet.

Am Freitag folgte dann das Verlegen der Pflastersteine, auf denen die Unterkonstruktion ruhen sollte. Das war gar nicht so einfach, schließlich fällt unser Grundstück nach hinten hin ziemlich ab. Da die Terrasse fast waagerecht geplant war, musste am “unteren” Ende entsprechend viel Kies aufgeschüttet werden, damit das Teil später halbwegs eben aufliegt. Aber auch das haben wir hinbekommen.

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Gegen 15:30 Uhr musste dann erst mal das gesamte bestellte Holz vom Stellplatz vorne in den Garten nach hinten geschleppt werden. Und das wollen wir alles verbauen? Scheint ja unschaffbar zu sein. Aber. hilft ja nix, frisch ans Werk!

Mithilfe der Wasserwaage haben wir alles gut ausgerichtet und anschließend die Unterkonstruktion auf die Pflastersteine gelegt. Jetzt kam der harte Teil: die Terrassendielen auf der Unterkonstruktion festschrauben. Zum Glück hatte Michi vom Mann einer Kollegin einen professionellen Akkuscharauber besorgt. Dennoch: 9 Bohlen der Unterkonstruktion, 20 Terrassendielen, die mit jeweils 2 Schrauben fixiert werden sollten. Alles in allem also 360 Schrauben, die auch erst mal versenkt werden wollten. Im Baumarkt hatten wir eine große 300er-Packung mit Schrauben gekauft und hatten gedacht “Das reicht ja locker!”. Hat sich was! Die Rechnung ging ja nun nicht auf, s. o. Und da der Abend schon sehr fortgeschritten war (wir haben so bis ca. 20:30 Uhr geschraubt), haben wir die letzten Dielen dann erst mal provisorisch befestigt.

Am Samstag führte uns der erste Weg dann in den Baumarkt – Schrauben kaufen. Und da wir auf unserer neuen Terrasse auch mal Strom haben wollen, wurde auch gleich ein 25-Meter-Stromkabel gekauft. Während Michi dann noch mal los ist, um eine Stichsäge zu kaufen, habe ich die Terrasse fertig geschraubt und schon mal das Kabel unter der Terrasse verlegt. Damit da auch kein Marder dran geht, haben wir den offen liegenden Teil mit einem Kabelschutz versehen.

Nun stand das Hochbeet auf dem Programm, das in U-Form um die Terrasse herum gehen soll. Auch hier hatten wir wieder mit dem Problem zu kämpfen, dass das Grundstück nach hinten abfällt. Wenn man da waagerechte Bretter setzt, wird das Hochbeet natürlich unten auch immer höher. Sei’s drum. Wir haben das dann mit unserem Improvisationstalent ganz gut in den Griff bekommen. Zwar hat uns nachmittags dann ein kleiner Regenschauer für 20 Minuten von der Arbeit abgehalten, aber wir haben das gerne für eine kleine Eis-Pause genutzt. Danach ging es mit frischer Kraft weiter.

Als dann tatsächlich alle Bretter befestigt waren, hat mich doch ein wenig Stolz überkommen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich handwerklich unbegabter Mensch mal so ein großes Projekt hinbekommen würde. Klar: es ist nicht alles 100%ig und ein Profi hätte sicherlich eine bessere Lösung für das Problem des abschüssigen Grundstücks parat gehabt, aber: das haben wir gebaut! Man wird sich ja auch noch mal feiern dürfen. Und: ich habe mich nicht verletzt. Zugegeben: am Ende des Tages war ich schon ziemlich durch. Vom ewigen Bücken tat der Rücken weh, das kaputte rechte Knie tat sein übriges. Aber dafür, dass wir die Terrasse ohne fachkundige Anleitung aufgebaut haben, einfach so nach unseren eigenen Plänen, ist das schon ganz gut geworden. Abends mussten wir die Arbeiten dann aber beenden. Wir waren gerade damit beschäftigt, Müllsäcke an den Seitenwänden des Hochbeetes mit einem Klammertacker zu befestigen. Das Eintackern war schon relativ laut, das nachträgliche Korrigieren von nicht ganz fest sitzenden Klammern mit dem Hammer noch lauter. Das wollten wir den Nachbarn nicht noch länger zumuten, die nun zwei Tage viel Geduld mit uns gehabt haben.

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Bleibt nun also nur noch das Befestigen der restlichen Müllbeutel, das Auslegen von Kaninchendraht als Schutz gegen Maulwürfe und Wühlmäuse und schon kann der Riesenhaufen Erde, den wir überall auf dem Grundstück abgetragen haben, per Schubkarre ins Hochbeet verfrachtet werden. Dafür kann ich dann guten Gewissens wieder ein Workout schwänzen. 😉

Zwischenstand zum #GartenProjekt, Teil 2

Kurz bevor die Holzlieferung für Terrasse und Hochbeet kommt, hieß es erst einmal, den Platz soweit vorzubereiten, dass es dann auch gleich richtig losgehen kann. Den Kies habe ich von unserem großen Haufen auf dem Stellplatz in gut 90 Minuten zur Terrasse verfrachtet, nachdem ich dort erst einmal Unkrautvlies verlegt hatte. Jetzt kann es endlich losgehen!

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Ansonsten sieht es im Garten schon ganz toll aus. Die Rosen fangen gerade an zu blühen und selbst an unserem kleinen Kirschbaum entwickelt sich ganz langsam eine erste Frucht.

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Letzte Woche haben wir von einer lieben Nachbarin auch noch ganz viele Gemüse-Setzlinge bekommen, die sie von ihren Schülern mitgebracht hat. Die freuen sich immer, wenn sie welche los werden können – wir freuen uns, dass wir sie jetzt haben. Passt sich ja echt gut, dass ich ihm Rahmen unserer großen Garten-Aktion noch ein wenig Platz für ein kleines Beet eingeplant habe. Die machen sich da recht gut und scheinen sich auch sehr wohl zu fühlen.

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Wohlzufühlen scheinen sich auch meine Sukkulenten, die ich bei der Pflanzenbörse auf der Domäne Marienburg gekauft habe. Anfangs standen sie ja noch in ihren kleinen Töpfchen und regten sich nicht. Aber nachdem ich sie in einen großen Blumenkasten umgesetzt habe, fing zumindest eine an, fix eine ordentliche Blüte zu entwickeln. Und auch die anderen Pflanzen scheinen ganz gut zu gedeihen.

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Zwischenstand zum #GartenProjekt

Wow, habe ich nicht erst vor kurzem geschrieben, wie toll es ist eine entspannte 60-km-Radtour zu machen und sich danach so fit zu fühlen, als wäre man nur mal kurz die Treppe hochgegangen? Das vergangene Wochenende hat mich Fitness-Level-technisch wieder auf den knallharten Boden der Tatsachen geholt. Sowohl am Freitag als auch am Samstag war mein letzter Wunsch am Abend: “Nur noch duschen und ab ins Bett!”. Zwischenstand zum #GartenProjekt weiterlesen

Gartentagebuch, Mai 2017

Was ist bloß aus mir geworden? Vor einigen Jahren hatten wir mal eine Eigentumswohnung. Unter deren Balkon befand sich ein etwa 5 x 2 Meter langer Beetstreifen, der von uns als Eigentümern zu beackern war. Was haben wir das gehasst und entsprechend so pflegeleichte Pflanzen da eingesetzt, wie es nur ging. Und um den Arbeitsaufwand möglichst klein zu halten, haben wir uns um unser kleines Stückchen Garten auch sehr stiefmütterlich gekümmert. Und heute? Heute grabe ich mich mit bloßen Händen durch den Garten, um hier und da noch ein kleines Pflänzchen einzusetzen. Vieles von dem, was ich pflanze wächst und gedeiht sogar. Von einem grünen Daumen will ich vielleicht nicht reden, aber wer mich von damals kennt, dürfte inzwischen sehr staunen.

Nicht zuletzt durch Michi nimmt die Gartengestaltung mehr Zeit in Anspruch als früher. Aber ich kann mich nicht beklagen, denn ich merke, dass das echt gut tut. Und so kam es sogar schon mal vor, dass man mich bei guten Freunden im Beet gesehen hat, wo ich stundenlang Unkraut gejätet habe. Gartenarbeit „erdet“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Neben dem Radfahren ein weiterer Weg den so oft beschworenen „Flow“ zu kriegen.

Im letzten Jahr habe ich schon damit begonnen, ab und an mal ein paar Fotos von unseren Pflanzen zu machen, um zu dokumentieren, wie sie im Lauf der Zeit wachsen. Vor allem natürlich interessant bei unseren drei Bäumen. Mal sehen, wie die sich über die Jahre machen. Und da sich das Gärtnern jetzt doch als Hobby in meine Freizeit geschmuggelt hat, kann ich da ja auch einiges verbloggen.

Am vergangenen Sonntag waren wir auf der Domäne Marienburg. Dort findet Anfang Mai immer eine Pflanzenbörse statt, auf der Gärtner und Privatleute Pflanzen, Gartenwerkzeuge und Naturprodukte wie Honig verkaufen.

Hier haben wir schon im vergangenen Jahr einige Schnäppchen gemacht. Da das Wetter super mitgespielt hat und endlich mal ein wenig nach Frühling aussah, waren wir auch in diesem Jahr wieder dort und haben so einiges abgestaubt. Zum einen ein paar Erdbeerpflanzen, die es sich schon in unserem Hochbeet bequem gemacht haben. Außerdem ein paar Kräuter und Farne, die in unserem zukünftigen zweiten Hochbeet unterkommen sollen. Für den Innenbereich habe ich mir noch drei weitere Sukkulenten geholt, die ich demnächst mal dekorativ in einem Blumentopf anrichten möchte. Hier ein Foto unserer gesamten Beute:

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am kommenden Samstag ist bei uns „Großkampftag“. Dann wird unser Garten extrem umgestaltet. Viele Bereiche, die jetzt noch mit Rasen bedeckt sind, sich aber blöd mähen lassen, werden wir auskoffern und mit Kies auffüllen. Aus der abgetragenen Erde werden wir ein weiteres Hochbeet machen, das eine Fläche von 12 m² einnehmen wird und 60 cm hoch ist. Das Hochbeet wird in einer U-Form angelegt, so dass im Mittelpunkt schön viel Platz für eine 4×3 m große Sonnenterrasse ist. Freitag bekommen wir die ganzen Materialien geliefert: 8 Tonnen Splitt, Holz für rund 1.000,- € und 400 Rasenkantensteine. Noch bin ich sehr optimistisch, dass wir das gut gewuppt bekommen. Grundsätzlich klingt das auch erst mal relativ einfach: mit einer Rasenschälmaschine lässt sich der Rasen unter der Grasnabe schneiden und dann wie beim Rollrasen zusammenrollen. Die Fläche darunter sollte durch das Messer der Schälmaschine eigentlich recht plan sein, so dass wir gut das Unkrautvlies verlegen und die Mähkanten setzen können. Soweit so gut. Vor der Menge von 8 Tonnen Splitt habe ich aber doch einen Mords-Respekt. Nach dem Tag brauche ich sicherlich nicht noch ins Fitness-Studio zu gehen…