Liebes Fitness-Tagebuch

Was ist eigentlich mit Sport? Nun, ich habe noch einige Entwürfe in petto, aber so richtig wird hier wohl keinen mehr ein Blogartikel zu meinen sportlichen Aktivitäten im April interessieren, was? Anstatt zurück zu blicken, schaue ich mal lieber in die Zukunft. Doch vorab ein kurzer Blick in die Gegenwart.

Seit diesem Jahr bin ich wieder Premium-Mitglied bei Runtastic. Wie viele andere dieser Sportseiten auch, so schickt auch Runtastic gerne mal eine Wochenzusammenfassung, in der die Aktivitäten der vergangenen Woche mit jenen aus der Vorwoche verglichen wird. Jetzt habe ich zum ersten Mal eine Nachricht mit einem “Andreas, wir vermissen dich!” bekommen. Tja, in der letzten Woche habe ich es tatsächlich nicht aufs Rad geschafft. Und meine kläglichen Versuche wieder mit ein wenig Krafttraining oder Gymnastik anzufangen, waren dermaßen kläglich, dass ich sie nicht mal notiert habe. Auch in dieser Woche ist an Sport nicht zu denken. Zum einen haben wir gerade Michis Eltern und ihren Wirbelwind von Nichte zu besuch, zum anderen ackern wir gerade das eine und andere Großprojekt im Garten ab, so dass danach auch keine Trainingseinheit mehr drin ist. Da freue ich mich dann nach stundenlanger Schipperei viel zu sehr auf die erlösende Dusche.

Vor zwei, drei Wochen war ich mal wieder auf der Suche bei Netflix nach einer interessanten Doku. Ich finde, solche Berichte aus dem wahren Leben sollte man eigentlich viel häufiger schauen als fiktive Mordgeschichten. Im schlechtesten Fall bekommt man nur Einblick in ein anderes Leben, im Bestfall ist das sogar unterhaltsam und man nimmt was für sich selbst mit. Ich bin über die Doku “Pedal the World” von Felix Starck gestolpert. Felix hat sich auf’s Rad gesetzt und ist einmal um die Welt geradelt. Wobei man sagen muss: so richtig “einmal um die Welt” war es nicht, da er doch einige Abschnitte mit dem Flugzeug zurückgelegt hat. Klar: nach Neuseeland kommt man nur mit dem Flugzeug. Aber von Serbien auf einmal ein Schnitt und schon ist er in Thailand?! Nun gut. Was ich sagen wollte: es hat mich ein wenig inspiriert.

Was für manche ein Klacks ist, ist für mich schon ein Traum. Es muss ja nicht die ganze Welt sein, aber ich habe schon seit einigen Jahren das Ziel, an einem (vielleicht verlängerten) Wochenende mal von zuhause aus mit dem Rad nach Hamburg zu fahren. Eine Strecke entspricht 180 Kilometern, sollte also grundsätzlich an zwei Tagen a 90 km gut zu schaffen sein. Vorletzten Sonntag habe ich dann mal einfach so eine Tour von 85 Kilometern gemacht. Nonstop, ohne richtige Pause. Nur ab und an bin ich mal angehalten, um ein Foto zu machen oder um mich mit Google Maps zu orientieren. Wie schnell man sich mit dem Rad in Hannover verfahren kann, wenn man eben nicht entlang der Straßen fährt, die man vom Auto aus kennt. Aber so lernt man auch ein paar richtig schöne Ecken kennen.

Schon auf dem Weg nach Hannover habe ich ein schönes Kartoffel-Feld in schönster Blüte genießen können:

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Echt kurios: ich fahre ja nun nicht erst seit ein paar Wochen längere Strecken mit dem Rad, aber es hat mich bisher noch niemals etwas zum Neuen Rathaus gezogen. Grundsätzlich fahre ich in der Innenstadt eher ungern und beschränke mich meist auf den Maschsee und die Eilenriede. Aber an dem Tag hat es mich dann doch erstmals in den Maschpark verschlagen. Kurze Trinkpause und die Chance auf ein schönes Foto genutzt:

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Weiter ging es auf verschlungenen Wegen in Richtung Georgengarten. Quasi mal das Touri-Programm abgefahren. An einem Sonntagvormittag ziemlich menschenleer:

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Von dort aus ging es dann aber in bisher unbekanntes Territorium. Irgendwie bin ich letztlich bei meiner früheren Stamm-Disco „bad“ gelandet und von dort aus wollte ich irgendwo dann über die Leine. Hat geklappt:

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Auch das alte Conti-Gelände habe ich kurz besucht.

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Irgendwann bin ich dann am Westzipfel von Hannover gelandet und habe beschlossen, von dort aus meinen Weg nach Gehrden zu finden und mich dann weiter durchzuschlagen. Frei nach dem Motto „Wenn ich schon mal in der Ecke hier bin“, konnte ich mir einen kleinen Umweg über Harenberg nicht verkneifen, denn von dort aus hat man einen schönen Blick in Richtung Kraftwerk Stöcken und VW.

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Wider Erwarten hat mir auf meinem Tourenrad auch nach 85 Kilometern der Hintern nur so halbwegs weh getan, da wären noch ein paar Kilometer mehr drin gewesen. Und erstaunlicherweise habe ich mich nach der Dusche zuhause dann auch wieder richtig fit gefühlt, so dass ich noch gut und gerne eine kleine entspannte Radtour hätte dranhängen können. Ich habe es trotzdem gelassen. 😉

Eigentlich ist nach der Doku in mir der Wunsch erwacht, dass ich nächstes Jahr zum Vatertag mit dem Rad nach Mittelfranken fahre. Am Freitag oder Samstag losfahren und dann die knapp 400 Kilometer bis zum Mittwoch abreißen, damit ich am Donnerstag stramm mitmarschieren kann. Aber ich unkoordinierter Mensch habe nun für den Tag nach Vatertag Flüge gebucht, da ist es blöde mit dem Rad anzureisen. Naja, wir schauen mal. Ein paar Tage sind es bis da ja noch hin…

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