Trainingstagebuch, Anfang Mai 2017

Schon wieder habe ich mich eine ganze Weile nicht gemeldet. In den letzten Wochen hatte mir ein Trauerfall ziemlich aufs Gemüt geschlagen und mich psychisch schachmatt gesetzt, obwohl ich körperlich eigentlich topfit war. Schon komisch. Sowas habe ich noch nie erlebt: dass die Seele sich echt mal zu Wort meldet und darum bittet, eine Auszeit zu haben. Die hat sie dann auch bekommen, zum Glück auch mit Unterstützung meiner Vorgesetzten, die für mein Fehlen vollstes Verständnis gezeigt hat. So war ich also eine ganze Weile lang arbeitsunfähig, obwohl es dem Körper ja eigentlich ganz gut ging. Um auch das Köpfchen wieder halbwegs auf Höhe zu bekommen, habe ich die freie Zeit dann viel für Radtouren genutzt. In der vorletzten Woche bin ich somit auf über 200 Kilometer Strecke gekommen, obwohl das Wetter oftmals noch ziemlich biestig und kalt war. Auf meiner schönsten Tour, die mich endlich mal wieder in unbekannte Gefilde geführt hat, ist dann auch dieser Schnappschuss entstanden. Da hatte ich schon 50 Kilometer in den Knochen. Da ich an diesem Tag aber sehr entspannt gefahren bin, war der Erschöpfungslevel echt so, als wäre ich nur gerade drei Etagen hoch gegangen. Was es doch ausmacht, wenn man dafür sorgt, dass der Puls sich auf maximal 130 bpm erhöht.

In der vergangenen Woche war ich dann nicht ganz so fleißig und habe mehr Zeit in die Radpflege als ins Radfahren invenstiert. Aber wenn das Wetter jetzt milder bleibt, geht da in den kommenden Tagen sicher noch ein wenig.

Zumindest an diesem und dem nächsten Samstag ist für ordentliches Workout gesorgt. Heute bestand es daraus, tonnenweise Zement und Pflastersteine aus dem Baumarkt zu holen. Bald geht es los mit unserem großen Gartenprojekt, das meinen Kopf in den letzten Wochen gut von traurigen Gedanken abgelenkt hat. Aber da gibt es morgen noch mal einen genaueren Artikel zu.

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