Trainingstagebuch, 11.-13.03.2017

Das waren mal drei Tage mit ordentlich Bewegung. Am Samstag hat mich das gute Wetter zu einer ausgedehnten Radtour motiviert. Gemütlich gefrühstückt, dann entspannt auf der Couch die Zeitung gelesen und nach gut zwei Stunden dann in den Sattel geschwungen. Man muss ja nicht mit dem Sport anfangen wenn der Körper noch mit der Verdauung beschäftigt ist. Hat sich ausgezahlt. War eine schöne Tour, bei der ich gleich mal einen Premium-Dienst von Strava ausprobieren konnte.
Aber zuerst ein ganz wichtiger Punkt: mit der Nutzung von Strava habe ich jetzt auch wieder begonnen mit einem Pulsgurt zu fahren. Nun kann ich wieder jederzeit auf dem Handy-Display sehen, wie hoch der Puls ist und mein Tempo entsprechend anpassen. Zwar misst auch die Fitbit Charge 2 sekündlich den Puls (und ist dabei tatsächlich sehr genau!), aber zum einen ist es doof, wenn man beim Fahren immer das Handgelenk so drehen muss, dass man das Display der Uhr sehen kann. Zum anderen geht das Display aus Stromspar-Gründen nach ein paar Sekunden wieder aus. Eine regelmäßige Puls-Kontrolle ist somit nicht so einfach möglich.
Nun aber zu der Premium-Funktion, die mich noch viele Kalorien kosten wird. Ich hatte in meinem ersten Artikel zu Strava ja schon erwähnt, dass man dort einzelne Streckenabschnitte speichern kann, so dass man auf seinen Touren dort immer eine Art “Zwischenzeit” ermitteln kann. Mit der Premium-Mitgliedschaft wurde nun in der App das Feature “Live-Segmente” freigeschaltet. Nähere ich mich nun mit dem Rad einem dieser Segmente (egal ob von mir oder jemand anderem erstellt), dann bekomme ich einen Hinweis. Sobald ich den Startpunkt erreiche, springt das Display um. Nun sehe ich auf der linken Seite ein Symbol für meine persönliche Bestzeit auf der Strecke, rechts findet sich der Fahrer, der den Rekord für dieses Segment inne hat. Und von hier an wird es echt motivierend. In Echtzeit sehe ich, wie sehr ich hinter meiner persönlichen Bestzeit hinterher hinke und trete entsprechend stramm in die Pedale.
Das Tolle dabei: Strava nimmt sich nicht einfach nur die Distanz und die Zeit, um dann einen durchschnittlichen Wert für die Geschwindigkeit zu ermitteln. Nein, Ausgangspunkt für meinen “Rekord-Geisterfahrer” ist die seinerzeit tatsächlich jeweils gefahrene Geschwindigkeit. So kam es etwa dazu, dass ich Samstag zwar mit einer stetigen Geschwindigkeit den Berg hoch gefahren bin, mein “Geisterfahrer” aber immer langsamer wurde. Da habe ich gemerkt, dass meiner persönlichen Bestzeit damals nach hinten Raus die Luft knapp geworden ist. Letztlich habe ich somit auf einem Streckenabschnitt nun einen neuen persönlichen Rekord eingefahren. Aber da es mir davor graut, wie sehr ich durch diese Anzeigen zukünftig reinhauen werde, habe ich die Funktion während der Fahrt erst mal wieder ausgestellt. Schließlich habe ich am Samstag noch ein wenig mit einer kleinen Erkältung herumlaboriert. Hat mich eh gewundert, dass ich da eine Rekordzeit eingefahren habe.
Den Sonntag habe ich es dann ruhiger angehen lassen. Zusammen mit Michi habe ich eine Runde auf meiner Hausstrecke gedreht. Eigentlich wollte ich danach dann noch eine kleine Extra-Runde fahren, um mich richtig zu verausgaben; die Kälte hat mich dann aber davon abgehalten. Zwar war es nicht extrem windig, aber bei der Fahrt hat die kalte Luft dann doch schon gereicht, um mir die Lust auf mehr zu vermiesen.
Am Montag ging es dann wieder ins Fitness-Studio. Den Rücken-Zirkel habe ich dann mal wieder anders trainiert als sonst. Normal wechsele ich nach jedem Durchgang das Gerät, belaste somit in schneller Folge immer wieder andere Muskelpartien. Montag habe ich dann jeweils drei Durchgänge pro Gerät gemacht mit Pause zwischendrin. Dann braucht man zwar mehr Zeit, aber die kann man sich ja auch ruhig mal nehmen – zumindest wenn einen nicht viele andere Sportler umkreisen, die darauf warten an das Gerät zu können.

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