Fettverbrennung – eine Nullnummer?

Eigentlich wollte ich hier schreiben, dass das Training im “Fettverbrennungsbereich” eigentlich Kokolores sei. Ein Blick auf die blanken Zahlen widerlegt nun diese These – Fragezeichen bleiben aber trotzdem. Worum sollte es eigentlich gehen?

Wer bewusst trainieren möchte, sollte sinnvollerweise seinen Puls im Blick haben. Ich habe vor einigen Jahren mit einem Pulsgurt angefangen, um mich beim Radfahren nicht zu überanstrengen. Der stete Blick auf den Puls hat dafür gesorgt, dass ich im rechten Moment mal ein wenig langsamer gefahren bin, anstatt unnötig Kräfte zu verbrauchen.

Nun gibt es verschiedene Pulsbereiche, die dem Körper auf unterschiedliche Weise gut tun. Wer beispielsweise – grob gesagt – mit einem hohen Puls trainiert, tut viel für ein robustes Herz und einen ausdauernden Kreislauf. Im Gegensatz dazu lässt man es beim Training im Fettverbrennungs-Bereich weit lockerer angehen. Der Vorteil: der niedrige Puls sorgt bei einem längeren Training (ab ca. 30-45 Minuten) dafür, dass der Körper sich die notwendigen Kalorien aus den Fettreserven holt.

Warum ich das bisher für ein Nullsummenspiel gehalten habe? Ganz einfach: wenn ich mich wesentlich mehr anstrenge, verbrenne ich beim Training in der gleichen Zeit auch wesentlich mehr Kalorien. Zwar ist der Anteil der Fettkalorien dann geringer, da die Gesamtzahl aber ja höher ist, gleicht sich das sicherlich wieder aus.

Eben nicht!

Die Firma Polar macht nicht nur tolle Pulsuhren, sondern stellt auch recht gute Analysemöglichkeiten. So wird nach dem Ende einer Aktivität anhand des Pulses bzw. der Pulszonen errechnen, wie groß der prozentuale Anteil von Kalorien ist, die der Körper sich aus den Fettreserven holt. Zahlenfreund, der ich nun mal bin, habe ich mir meine letzten Sitzungen auf dem Ergometer genauer angeschaut.

Ergebnis: in 60 Minuten richtig anstrengendem Training werden 86 Fettkalorien verbraucht. Bei 60 Minuten gemäßigtem Training sind es fast doppelt so viele (168 kcal)! Dabei ist man danach nicht mal halb so geschafft!

Bleiben trotzdem noch ein paar Fragen:
Selbst 168 kcal pro Stunde klingt nicht nach wirklich viel. Zudem ist die Summe aller verbrannten Kalorien auch weit niedriger. Lohnt das überhaupt?
Ist es da nicht doch sinnvoller härter zu trainieren und somit mehr Kalorien zu verbrennen?

Ich werde da mal weiter recherchieren…

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