Trainingstagebuch, 25.02.2017

Am Samstag konnte ich zum ersten Mal nach der Winterpause wieder mit „Püppi“ durch die Landschaft fahren. Für eine Tour nach Feierabend nehme ich zu dieser Jahreszeit lieber immer noch mein Tourenrad, da dieses eine Beleuchtung per Dynamo hat. So muss ich auch bei Einbruch der Dunkelheit nicht befürchten, dass der Akku der Beleuchtung leer ist. An einem Samstag ist Beleuchtung aber kein Thema, und so konnte endlich auch das Anyroad wieder bewegt werden, dessen Design ich immer noch sehr, sehr hübsch finde.

Kurz bevor lich losgefahren bin, habe ich routinemäßig den Regenradar gecheckt, der in 30 Minuten Regen vorausgesagt hat. Trotzdem: ich hatte Bock und wollte endlich wieder auf meinem Lieblingsfahrrad fahren. Also habe ich mich trotzdem fertig gemacht. Und: das Wetter hat mitgespielt. Regen blieb komplett aus. Zwar waren die Temperaturen mit 6°C noch nicht ganz so dolle und der konstante starke Gegenwind hat teils sehr genervt, aber dennoch habe ich gleich bei der ersten Tour die Marathon-Distanz gerissen. 42,88 km standen am Ende der Fahrt in der Anzeige. Was mich echt überraschte, denn mir kam die Fahrt gar nicht so lang vor. Als ich schon ziemlich nahe der Heimat mal prüfen wollte, ob ich denn auf über 30 Kilometer komme, hat mir Runtastic schon eine Distanz von 37 Kilometern gemeldet.

Häufig fahre ich ja mit einem Bluetooth-Headset im rechten Ohr, damit es auf den langen Touren nicht so langweilig wird. Das Gerät wird nur rechts getragen, damit ich mit dem linken Ohr jederzeit den von hinten heranrauschenden Verkehr hören kann. Da der Wind doch recht stark war habe ich gar nicht erst versucht einen Podcast mit Sprache zu hören. Der Fahrtwind und die Böen sorgen da fix dafür, dass man nur jedes fünfte Wort verstehen kann. Und so habe ich einfach mal meine Workout-Playlist angeschmissen, die mit ihren treibenden Beats dafür sorgen soll, dass ich ordentlich Tempo mache. Zu solchen Songs wie „Ray Of Light“ von Madonna oder „Let’s Get It Started“ von den Black Eyed Peas kann man noch mal ein kleines Quäntchen Leistung mehr abrufen. Was man auch wissen sollte: auch wenn es eigentlich ja „Runner’s High“ heißt, kann ich das auf beim Radfahren bekommen. Obwohl man sich gerade bis zum Anschlag verausgabt, schießen auf einmal die Endorphine ein und man ist einfach nur glücklich. Wenn einem dann auch noch Lenny Kravitz ins Ohr plärrt „My Mama said: Don’t ride the crazy Horse – My Mama said: You must push with much Force“, dann pusht einen das nur noch umso mehr, so dass man in so mancher Tempo-30-Zone über dem Speed-Limit liegt.

Ach ja, endlich geht es wieder los. Was habe ich das vermisst. Da verzichte ich doch tatsächlich gerne auf die Stunden auf dem Ergometer, die trotz Netflix nicht halb so geil sind wie die Fahrt in der Natur.

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