Liebes Sport-Tagebuch, Januar 2020

Ein Monat wie ein Desaster. Die köstlichen Braten der Weihnachtstage liegen noch schwer im Magen, da heißt es auch schon: „Ab ins Krankenhaus und danach Schonung“. Wie soll man da sein Gewicht in Zaum halten?

Antwort: gar nicht. Schon vor der OP war bei mir eine gewisse „Scheißegal-Einstellung“ eingetreten, die mich dazu verführt hat, mal wieder richtig tief in die Chipstüten zu greifen. Auch in Sachen Pizza habe ich einiges für die Statistik gemacht. Im Jahr 2019 hatte ich die Pizza fast komplett aus meinem Ernährungsplan verbannt. Doch gerade jetzt, wenn man sich schonen soll, ist so eine Tiefkühlpizza schon was Praktisches.

Heute habe ich die „Magische Marke“ erreicht: 85 Kilo! Lange Zeit hatte ich im letzten Herbst mit der 80-Kilo-Marke gekämpft und habe sie nur kurzfristig unterschritten. Aber jetzt liege ich bei 85 Kilo. Und dabei muss ich bedenken, dass ich vermutlich in den letzten drei Monaten ordentlich (schwere) Muskeln abgebaut habe, die Gewichtszunahme also noch verheerender ist als es die Zahlen zeigen. Zumindest fühlt es sich so an. Ich habe das Körpergefühl von einem gut gelagerten Schmelzkäse.

Zumindest was die Ernährung angeht, werde ich jetzt wieder ordentlich dagegen steuern. Viel Gemüse, wenig Kohlehydrate, weiterhin viel trinken und weg vom Fast-Food (so gut es geht…).

Aufgrund der Schonung habe ich noch gar nicht wieder mit irgendwelchen sportlichen Aktivitäten angefangen. Und so zeigt mir mein „Trainingstagebuch“ (Gänsefüßchen aus Gründen…) für den Januar nur einen gut einstündigen Spaziergang an – mehr nicht. Nach einem kleinen Rückschlag letzte Woche (die OP-Wunde war kurzfristig wieder aufgegangen), bin ich jetzt auch weiterhin sehr vorsichtig, traue mich weder auf den Ergometer und noch weniger auf das echte Fahrrad. Wer weiß wie sich die Vibrationen beim Fahren auf die Wunde auswirken…

Ein Kilometerziel beim Radfahren kann ich dieses Jahr also sowieso knicken. Meine sportlichen Ziele sehen ja laut Bucket List für 2020 auch ganz anders aus. Aber es fällt mir schon sehr schwer, einen Monat nach der Operation noch die Füße still zu halten. *grrrrr*

 

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