Raus aus der Höhle, ab an den Maschsee

Eigentlich lief mein Training auf dem Rad in letzter Zeit ganz passabel, aber eben fast ausschließlich drinnen auf dem Indoor-Bike. Das Wahoo Kickr Bike Shift musste in den letzten Wochen ordentlich glühen und das Indoor-Training hat definitiv seinen Zweck erfüllt. Aber irgendwann fällt einem sprichwörtlich die Decke auf den Kopf. Die frische Luft hat gerufen und ich konnte einfach nicht länger widerstehen. Also habe ich mich auf den Sattel geschwungen und bin für eine ausgiebige Tour in Richtung Maschsee aufgebrochen – zum ersten Mal in diesem Jahr. Es war ein richtig gutes Gefühl, endlich wieder echten Asphalt unter den Reifen zu spüren.

Menschenmassen und entspannte Seeluft

Tja, und ich war offensichtlich nicht der Einzige mit dieser brillanten Idee. Am Maschsee war regelrecht die Hölle los – auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht. Es schien fast so, als wären sämtliche Menschen gleichzeitig aus ihren Winterhöhlen gekrochen, um das Wetter zu genießen. Das war genau der richtige Ausgleich, die Beine an der frischen Luft kreiseln zu lassen und die entspannte Atmosphäre rund um das Wasser aufzusaugen. Die Natur ruft eben doch am lautesten und belohnt mich mit bester Laune.

Echt gerade die leerste Ecke erwischt…

Mit dem Rad zur Arbeit?!

Das Ganze sollte für mich auch ein kleiner Test sein, denn in diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, wieder häufiger mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Im vergangenen Jahr habe ich das leider nur einmal geschafft. Da kann man schon denken: „Und dafür habe ich mir vom Arbeitgeber einen Schlüssel für den Fahradraum geben lassen?“. Nee, da muss wieder was passieren. Noch steht die Entscheidung aus, mit welchem Rad ich das zukünftig mache. Momentan tendiere ich noch zu meinem alten Pedelec von Kalkhoff. Im Vergleich dazu ist mein (halbwegs) neues E-Gravelbike nicht nur vom Aussehen her sportlicher. Beim Pinarello muss man tatsächlich fester in die Pedale treten, damit auch Unterstützung vom Motor kommt. Im Gegensatz dazu muss man beim ollen Kalkhoff die Pedale nur antippen und der Motor lässt einen nach vorne sprinten. Naja, das pendelt sich ein – im wahrsten Sinne des Wortes. 😉

Ein kleiner Blick in die digitale Zukunft

Nun denn, diese entspannte Tour war Balsam für die Seele und ein wunderbarer Kontrast zu meinem ansonsten recht durchgetakteten Trainingsalltag. Apropos durchgetaktet: Mein Training hat sich in letzter Zeit massiv verändert. Ich habe das Steuer nämlich komplett abgegeben und lasse meine Einheiten inzwischen mit einer speziell auf mich abgestimmten KI planen. Wie genau mein neuer Coach aus Nullen und Einsen funktioniert und ob Gemini mich wirklich zur Topform treibt, erzähle ich Euch aber in aller Ruhe in einem der folgenden Beiträge.

Ergo: Bleibt gespannt und genießt bis dahin die Zeit draußen! Wo fahrt Ihr am liebsten hin, um den Kopf so richtig freizubekommen? Lasst mir gerne einen Kommentar da!

  • Gesamtstrecke: 63 km
  • Dauer: 03:24 Stunden
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 23 km/h